Die Comédie-Française in Paris
1/ Die Besichtigung der Salle Richelieu.
Die Comédie-Française bietet Führungen durch die Salle Richelieu an, in der sie seit 1799 spielt, damit das Publikum den Ort auch außerhalb der Vorstellungen kennenlernen kann.
Erkunden Sie in diesem prächtigen Theater im italienischen Stil die Gänge und Garderoben, in denen sich die Schauspieler vor ihrem Auftritt vorbereiten! Besichtigen Sie den Saal, wie Sie ihn bei einer Vorstellung nie sehen werden.
2/ Geschichte des Gebäudes.
Die Salle Richelieu wurde im Auftrag des Herzogs von Orléans, der im Palais-Royal residierte, von 1786 bis 1790 erbaut. Der Architekt Victor Louis entwarf sie nach den Regeln des Theaters „im italienischen Stil“: ein halbkreisförmiger Saal, in dem die Zuschauer auf mehreren Ebenen sitzen (Parkett, Ränge, Balkone, Galerien).
Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie vielfach umgebaut. Nur die Westfassade zur Rue de Richelieu stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Südfassade zur Place Colette wurde 1861 von Prosper Chabrol entworfen.
Kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Saal durch einen Brand zerstört und 1900 originalgetreu wiederaufgebaut.
3/ Das Ensemble.
Die Comédie-Française ist der Name des Ensembles, das 1680 auf Anordnung Ludwigs XIV. gegründet wurde. Ursprünglich war es das einzige Ensemble, das die Stücke von Molière, Racine und Corneille spielen durfte. Seine Besonderheit: Es besteht aus festen Schauspielern, den sogenannten „Sociétaires“.
Seit seiner Gründung spielte das Ensemble an mehreren Orten: im Théâtre Guénégaud, im Théâtre Royal, in der Salle des Machines des Tuilerienpalasts und im Théâtre de l’Odéon. Nach dem Umzug in den Palais-Royal gab es der Salle Richelieu den Namen „Comédie-Française“.
Praktische Informationen:
- Dauer der Führung: 2 Stunden.
- Preis: 12 €/10 €
- Ab 10 Jahren.
Online-Reservierung: https://billetterie.comedie-francaise.fr/fr/node/93673